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Was wir aus unseren Trageberatungen gelernt haben


In den letzten Jahren durften wir viele Familien begleiten.

Auf Messen.

In Onlineberatungen.

Bei persönlichen Terminen.

Dabei ging es natürlich um Babytragen. Aber wenn wir ehrlich sind, ging es oft um etwas ganz anderes.

Es ging um Unsicherheit.

Um Fragen.

Und um das Gefühl, alles richtig machen zu wollen.

Viele Eltern glauben, sie kommen zu uns, weil sie eine Babytrage suchen.

Tatsächlich suchen die meisten etwas anderes.

Sie suchen Entlastung.

Eltern suchen keine Babytrage

Kaum jemand kommt zu uns und sagt:

„Ich möchte eine Halfbuckle mit Tragetuchträgern und diagonaler Rückenteilverkürzung kaufen.“

Die meisten Eltern sagen:

„Unser Baby lässt sich nicht ablegen.“

„Wir sind müde.“

„Wir brauchen unsere Hände wieder frei.“

„Irgendwie müssen wir den Alltag schaffen.“

Die Trage ist oft nur das Werkzeug.

Gesucht wird etwas ganz anderes.

Mehr Alltag.

Mehr Freiheit.

Mehr Nähe.

Mehr Ruhe.

Die meisten Eltern glauben, eine Trage zum Klicken sei einfacher

Das erleben wir immer wieder.

Viele Familien kommen mit dem festen Wunsch zu uns:

„Wir möchten eine Trage zum Klicken.“

Der Gedanke dahinter ist völlig nachvollziehbar.

Klicken wirkt einfach.

Klicken wirkt sicher.

Klicken wirkt schneller.

Dann probieren die Familien verschiedene Tragen aus.

Und erstaunlich oft entscheiden sie sich am Ende für eine Trage zum Binden.

Nicht weil sie komplizierter ist.

Sondern weil sie sich häufig angenehmer anfühlt.

Weil sie sich leichter an unterschiedliche Körperformen anpassen lässt.

Und weil viele Eltern feststellen, dass ein Knoten gar nicht so kompliziert ist, wie sie vorher dachten.

Ein Satz fällt dabei besonders oft:

„Das ist ja viel einfacher als gedacht.“

Die meisten Eltern tragen zu locker

Fast jede Trageberatung enthält irgendwann diesen Moment.

Wir fragen:

„Wie viel Platz ist zwischen euch?“

Dann kommen Antworten wie:

„Eine Hand.“

„Zwei Hände.“

„Ein Apfel.“

Dabei wünschen wir uns meist eher eine Weintraube.

Viele Eltern sind überrascht, wie nah ihr Baby eigentlich am Körper sein darf.

Dabei mögen Babys genau das.

Im Bauch war es schließlich auch nicht besonders geräumig.

Die meisten Eltern sind überrascht, dass sie dieselbe Trage nutzen können

Eine Frage hören wir auf fast jeder Messe:

„Brauchen wir zwei Tragen?“

Die Antwort lautet meistens:

Nein.

Viele moderne Tragen lassen sich schnell an unterschiedliche Körpergrößen und Körperformen anpassen.

Mama und Papa können dieselbe Trage nutzen.

Für viele Familien ist das eine angenehme Überraschung.

Nicht nur für den Alltag.

Sondern auch für das Familienbudget.

Die meisten Eltern unterschätzen, wie schnell Kinder schwer werden

Wenn das Baby drei oder vier Kilogramm wiegt, fühlen sich viele Tragen ähnlich an.

Spannend wird es oft erst Monate später.

Dann wiegt das Kind plötzlich acht, zehn oder zwölf Kilogramm.

Und auf einmal merkt man Unterschiede, die vorher gar nicht aufgefallen sind.

Deshalb empfehlen wir Eltern oft, nicht nur an die nächsten Wochen zu denken.

Sondern auch an die nächsten Monate.

Die meisten Eltern machen viel mehr richtig, als sie glauben

Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis aus allen Beratungen.

Die Eltern, die zu uns kommen, sorgen sich.

Sie hinterfragen sich.

Sie möchten alles richtig machen.

Und genau diese Eltern machen meistens schon unglaublich viel richtig.

Sie informieren sich.

Sie stellen Fragen.

Sie beobachten ihr Kind.

Sie suchen nach Lösungen.

Sie geben ihr Bestes.

Und genau das ist oft schon genug.

Unser wichtigstes Learning

Nach vielen Trageberatungen glauben wir nicht, dass Eltern perfekte Antworten brauchen.

Sie brauchen Menschen, die zuhören.

Menschen, die Erfahrungen teilen.

Menschen, die sagen:

„Das hatten wir auch.“

„Das ist normal.“

„Probier mal das.“

Vielleicht ist genau das gemeint, wenn man sagt:

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“

Und wenn wir mit unseren Erfahrungen ein kleiner Teil dieses Dorfes sein dürfen, dann freut uns das sehr.

Hier kommst du zum nächsten Teil unseres Dorfwissens und hier wieder zurück auf unseren Dorfplatz


🌳 Dieses Thema ist Teil des LELIBA Wissensbaums.


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